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Bischofspfalz Speyer
erstellt am 5.2.2008 – letzte Änderung: 6.2.2008
Ausschnitt aus dem Merian-Stich von 1634...
...aus der Wiener Zeichnung...
...und nach Israel Silvestre um 1650

346 wird Speyer erstmals als Bischofssitz genannt

Die Lage des ersten Bischofssitzes ist nicht gesichert, ebensowenig wie die des vorsalischen Domes, jedoch erscheint es naheliegend, sie auf der Spitze der Flußterrasse in der Nähe des heutigen Domes zu suchen.

1270 wird die Bischofspfalz urkundlich erstmals genannt, doch bestand sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon lange Zeit zuvor. Sie lag zur Zeit der ersten Nennung auf der Nordseite des Domes. Erneuerungen sind aus der Mitte des 14.Jh. und 1454 durch Hans von Mingolfsheim überliefert. Auch im 16. und Anfang des 17.Jh. erfolgten Umbauten. 1658 wird die Pfalz in Abraham Saurs „Stätte Buch” als „ein lustiges und von herrlichen Zimmern, Säulen und künstlicher Schreiner Arbeit ansehliches Gebäude” beschrieben. Den Ansichten des 17.Jh. folgend scheint die mittelalterliche Bischofspfalz bis dato im Kern erhalten geblieben zu sein (Die Ansicht von Silvestre, die einen anderen Eindruck vermittelt, lehnt sich offenbar idealisierend an die „Wiener Zeichnung” an).

Nach der Zerstörung im Réunionskrieg erfolgte ab 1703 unter Fürstbischof Johann Hugo von Orsbeck der Wiederaufbau auf den Grundmauern der alten Bischofspfalz, zunächst durch den Speyrer Baumeister de la Frise, ab 1717 durch Johann Clemens Froimont. 1757 errichtete der Dombaumeister Leonhard Stahl einen Arkadenbogen als Widerlager zum Nordostturm des Domes, den heute als einziges erhaltenen Baurest der Bischofspfalz.

Weitere Baumaßnahmen wurden in der Folgezeit eingestellt, da die 1720 begonnene Residenz in Bruchsal bezugsfertig wurde. Nach der Französischen Revolution wurde die Bischofspfalz 1806 abgetragen.

Der heutige Bischofssitz liegt im 1704 erbauten Vikarienhof auf der Westseite des Domplatzes.

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